
Die Ferienwohnung
Zunächt eine Karte, wo genau wir nun gewohnt haben, als wir all das hier erlebt haben:
Auf Wunsch gebe ich gern die Kontaktdaten unseres Vermieters aus Berlin weiter. Eine detaillierte Beschreibung der Wohnung findet sich HIER wieder. Unsere eigene Beschreibung folgt in Kürze.
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06.06.2010 | Carsten | Kommentar schreiben (0)
Die Sache mit dem Straßenverkehr
Hier nun noch ein paar wichtige Einzelheiten für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger auf Korsika.
Ortschaften: Grundsätzlich gilt in geschlossenen Ortschaften 50 km/h und die sollten, egal wie die Kosen auch fahren, von Fremden strikt eingehalten werden. Radarkontrollen finden entweder angekündigt mit großen Schildern stationär statt oder durch Polizisten, die am Straßenrand eines dieser "Ferngläser" vor die Augen halten. Bevor die entdeckt werden, ist es schon zu spät. Die Bußgelder sind empfindlich hoch und werden auch sofort kassiert.
Ortschaften erkennt man mit etwas Übung an breiten Schildern mit dem Ortsnamen und einem schwarzem Rand um den weißen Hintergrund. Sie sind nicht gelb wie in Deutschland und anfangs sehr leicht zu übersehen!
Manchmal steht ca. 100 Meter hinter dem Ortseingang die Geschwindigkeitsbegrenzung 50, versehen mit dem Zusatzschild "Rappel", was bereits "Erinnerung" bedeutet und zu sofortiger Geschwindigkeitskontrolle berechtigt.
Bahnübergänge: Bahnübergänge sind fast immer fies! Mit 50 km/h fährt man da nur ein einziges Mal drüber.
Außerorts: Außerhalb geschlossener Ortschaften (das Ortsende ist mit dem obigen Schild und einem roten Querbalken gekennzeichnet) sind 90 km/h auf korsika erlaubt, sofern nichts anderes angezeigt wird. Und das ist nur dann der Fall, wenn etwas höchst Dramatisches zu erwarten ist. Sollte irgendwo in freier Wildbahn eine Geschwindigkeitsbegrenzung auftauchen, so ist die absolut ernst zu nehmen. So sind z.B. 70 km/h vor Kurven eine theoretische Garantie für eine Kurve, die ungeübte Fahrer mit maximal 35 km/h durchfahren sollten! Die 70 km/h schaffen nämlich nur schmerzfreie Korsen.
Es gibt keine Leitplanken auf Korsika. Und auch Leitpfosten wie in Deutschland sind nicht montiert. Auf den gut ausgebauten Nationalstraßenteilen gibt es weiße durchbrochene Linien links und rechts am Fahrbahnrand, das ist alles. Bei Nacht sind alle Fahrten mit dem vierfacher Abenteuerbonus zu bekommen. Nicht alle Fahrbahnmarkierungen sind reflektierend. Und abseits der Nationalstraßen sind die weißen Linien in der Mitte der Fahrspur lediglich ein Zeichen, daß hier theoretisch ein Auto neben ein anderes passen könnte. Oder ein Bus allein.
Vor Kurven warnen grundsätzlich keine Schilder. Wenn doch einmal ein Schild steht, dann ist es eine wirklich gemeine Kurve. Stehen auch noch ein oder zwei schraffierte Tafeln am Kurvenrand, ist diese ekelig zu fahren. Stehen vor einer Kurve Blinklichter an einem Schild, steigt man am besten vorher aus und geht zu Fuß nachschauen, was da lauert!
Tiere: Wie in anderen Beiträgen schon eindrucksvoll gezeigt, laufen Schweine, Ziegen, Schafe und Kühe auf Korsikas Straßen frei herum. Und sie sind nicht beleuchtet!
Gehwege: Fußwege sind Luxus. Genießen Sie ihn, wenn Sie welche finden. Ansonsten geht man eben auf der Straße, was den Autofahrern nichts ausmacht. Allerdings lassen Sie Fußgänger auch gern vor Überwegen bis zum jüngsten Tag warten. Insofern geht man einfach, wenn sich grad eine Lücke bietet. Irgendjemand wird schon bremsen. Erzählen Sie Ihren Kindern, daß solche Dinge in Deutschland nicht funktionieren!
Überholen: Es wird auf der Insel gern überholt. Weil es geht und weil niemand so schnell fährt, wie es der Hintermann grad braucht. Und es wird in Etappen von hinten nach vorn überholt. Wer hinter einem LKW fährt, ist sowieso schön doof und muß eben warten, bis ein Überholer eine Schaltfehler begangen hat und eine Lücke frei wird, oder grad niemand Lust auf Überholen hat. Tuckern alle Autofahrer hinter einem LKW hinterher, dann ist entweder der Gegenverkehr zu dicht oder irgendetwas ist da faul (Radarkontrolle oder ein Polizeiwagen vorneweg oder eine fiese Streckenführung oder Nachbars Kühe oder einfach keine Lust zum Überholen). Lässt man andere Überholen, wird sich mit Hupen bedankt. In manchen Dörfern wird so gern überholt, daß hier das Hupen schon unerwünscht ist.
Licht: Man fährt bei Dämmerung und Dunkelheit mit Licht. Zumindest als Tourist. Als Korse manchmal nicht. Um Strom zu sparen, um die Gendarmerie nicht auf sich aufmerksam zu machen oder einfach nur, weil keiner der Scheinwerfer mehr funktioniert. Aufblenden deswegen lohnt nicht.
Fahrzeuge: Korsische Fahrzeuge sind zur guten Hälfte in einem baulichen und technischen Zustand, den ein Deutscher kaum noch als funktionstüchtig bezeichen möchte. Nichts desto Trotz werden sie gern und schnell gefahren, auch wenn sie manchmal zu übersehen sind, weil z.B. das Licht nicht funktioniert. Zu hören sind sie allemal, wir haben z.B. einen uralten Fiat Panda überholen lassen, an dessen steuer an ca. 80 Jahre alte Korsin saß, deren 120 Dezibel-Zweiklanghorn mir noch heute in den Ohren dröhnt. Da vermutlich die Bremsen nicht mehr so recht griffen, warnte sie eben vor den Kurven den Gegenverkehr, daß sie um die Ecke kommt.
Temposchwellen: Innerorts werden inzwischen viele Straßen zu Tempo 30 -Strecken umgebaut. Das wird mittels asphaltierter Schwellen und einem Hinweisschild daneben erreicht. Diese Schwellen sind die Mörder jedes tiefer gelegten Autos. Wer da schon mit einem normalen Auto schneller als Schritttempo drüber fährt, haut sich die Stoßdämpfer durchs Dach.
Streckenberechnung: Die Entfernungsangaben in den Karten sind zutreffend. Der Reisedurchschnitt auf Straßen der Kategorie N und D ist jedoch entgegen allgemeiner deutscher Berechnungsweise eher bei 50 km/h Durchschnittstempo als 70 oder 100 km/h anzurechnen. So wäre man in Deutschland für 150 Kilometer knappe 1,5 Stunden unterwegs, legt diese Strecke auf Korsika jedoch in mindestens 3 Stunden zurück. Das sollte man bei seinen Ausflügen einkalkulieren.
Ortsverkehr: Außer in Ajaccio fährt man im Ort eher gemächlich, um seine Bekannten noch zu grüßen oder mal eben irgendwo schnell das Auto hinzustellen und einzukaufen. Ob Kurven, Linksabbiegerspuren oder Einfahrten, es wird überall geparkt. Steht man kreuz und quer vor der Post, wird derjenige, der ausparken will, sich schon dort melden. Und ein Schwätzchen halten. Vier Autos mit Wanrblinklicht auf der Abbiegerspur ist keineswegs ein Unfall, sondern ein Treffen alter Bekannter. Ab und an werden mal Strafzettel geschrieben und dann hat die örtliche Gendarmerie mal wieder für längere Zeit ihre Macht gezeigt. Man lässt sie einfach.
Übrigens: Begegnet Ihnen ein Autofahrer mit wild blinkenden Lichtern, dann lauert weiter vorn eine echte Gefahr. Entweder eine mobile Radarkontrolle oder ein Unfall oder eine Herde Tiere. Nehmen Sie diesen Hinweis auf die nächsten Kilometer ernst. Das kann Ihr Leben retten.
Wertsachen: Achten Sie darauf, daß Sie keine Wertsachen (Navi, Kamera, Autoradio, Rucksack etc.) sichtbar im Auto lassen. Motorradfahrer in kurzen Hosen und auf Crossmaschinen sind verdächtig, wenn sie sich in Parkbuchten und auf Parkplätzen aufhalten!
Motorradfahrer: Korsika ist ein beliebtes Ziel für Biker. Die Fahrten durch die reichhaltigen Serpentinen ist ein Genuß und eine anspruchsvolle Herausforderung für Fahrer und Material. Autofahrer sollten in absolut jeder Kurve mit quer über der Fahrbahn schwebenden Bikern rechnen. Leider schneiden diese Kraftfaherer nur zu gern die Kurven und kommen den Autos ungemütlich ins Gehege. Mir ist ob dieser maßlosen Selbstüberschätzung einiger Motorradfahrer oft genug das Herz beinahe stehen geblieben, wenn ich um eine Kurve fuhr.
Mietwagen: Schließen Sie eine Vollkaskoversicherung ab, die auch Glasschäden und Dachschäden mit abdeckt. Die Steinschlaggefahr ist auf Korsika enorm hoch und über Glasschäden reden wir erst dann weiter, wenn Sie einmal dort gefahren sind.
Ansonsten macht das Autofahren auf Korsika richtig Spaß, fordert den Fahrer total und es braucht kein bißchen Offroad, um den Nervenkitzel zu haben. Wer mit einem Wagen der höheren Klasse (z.B. Kombi, Bus, BMW, Mercedes o.ä.) dort fahren muß, wird spätestens in den Städten sein Auto verfluchen. Dann weiß man, warum auf Korsika so viele Klein- und Mittelklassewagen fahren.
Viel Spaß!
Ortschaften: Grundsätzlich gilt in geschlossenen Ortschaften 50 km/h und die sollten, egal wie die Kosen auch fahren, von Fremden strikt eingehalten werden. Radarkontrollen finden entweder angekündigt mit großen Schildern stationär statt oder durch Polizisten, die am Straßenrand eines dieser "Ferngläser" vor die Augen halten. Bevor die entdeckt werden, ist es schon zu spät. Die Bußgelder sind empfindlich hoch und werden auch sofort kassiert.
Ortschaften erkennt man mit etwas Übung an breiten Schildern mit dem Ortsnamen und einem schwarzem Rand um den weißen Hintergrund. Sie sind nicht gelb wie in Deutschland und anfangs sehr leicht zu übersehen!
Manchmal steht ca. 100 Meter hinter dem Ortseingang die Geschwindigkeitsbegrenzung 50, versehen mit dem Zusatzschild "Rappel", was bereits "Erinnerung" bedeutet und zu sofortiger Geschwindigkeitskontrolle berechtigt.
Bahnübergänge: Bahnübergänge sind fast immer fies! Mit 50 km/h fährt man da nur ein einziges Mal drüber.
Außerorts: Außerhalb geschlossener Ortschaften (das Ortsende ist mit dem obigen Schild und einem roten Querbalken gekennzeichnet) sind 90 km/h auf korsika erlaubt, sofern nichts anderes angezeigt wird. Und das ist nur dann der Fall, wenn etwas höchst Dramatisches zu erwarten ist. Sollte irgendwo in freier Wildbahn eine Geschwindigkeitsbegrenzung auftauchen, so ist die absolut ernst zu nehmen. So sind z.B. 70 km/h vor Kurven eine theoretische Garantie für eine Kurve, die ungeübte Fahrer mit maximal 35 km/h durchfahren sollten! Die 70 km/h schaffen nämlich nur schmerzfreie Korsen.
Es gibt keine Leitplanken auf Korsika. Und auch Leitpfosten wie in Deutschland sind nicht montiert. Auf den gut ausgebauten Nationalstraßenteilen gibt es weiße durchbrochene Linien links und rechts am Fahrbahnrand, das ist alles. Bei Nacht sind alle Fahrten mit dem vierfacher Abenteuerbonus zu bekommen. Nicht alle Fahrbahnmarkierungen sind reflektierend. Und abseits der Nationalstraßen sind die weißen Linien in der Mitte der Fahrspur lediglich ein Zeichen, daß hier theoretisch ein Auto neben ein anderes passen könnte. Oder ein Bus allein.
Vor Kurven warnen grundsätzlich keine Schilder. Wenn doch einmal ein Schild steht, dann ist es eine wirklich gemeine Kurve. Stehen auch noch ein oder zwei schraffierte Tafeln am Kurvenrand, ist diese ekelig zu fahren. Stehen vor einer Kurve Blinklichter an einem Schild, steigt man am besten vorher aus und geht zu Fuß nachschauen, was da lauert!
Tiere: Wie in anderen Beiträgen schon eindrucksvoll gezeigt, laufen Schweine, Ziegen, Schafe und Kühe auf Korsikas Straßen frei herum. Und sie sind nicht beleuchtet!
Gehwege: Fußwege sind Luxus. Genießen Sie ihn, wenn Sie welche finden. Ansonsten geht man eben auf der Straße, was den Autofahrern nichts ausmacht. Allerdings lassen Sie Fußgänger auch gern vor Überwegen bis zum jüngsten Tag warten. Insofern geht man einfach, wenn sich grad eine Lücke bietet. Irgendjemand wird schon bremsen. Erzählen Sie Ihren Kindern, daß solche Dinge in Deutschland nicht funktionieren!
Überholen: Es wird auf der Insel gern überholt. Weil es geht und weil niemand so schnell fährt, wie es der Hintermann grad braucht. Und es wird in Etappen von hinten nach vorn überholt. Wer hinter einem LKW fährt, ist sowieso schön doof und muß eben warten, bis ein Überholer eine Schaltfehler begangen hat und eine Lücke frei wird, oder grad niemand Lust auf Überholen hat. Tuckern alle Autofahrer hinter einem LKW hinterher, dann ist entweder der Gegenverkehr zu dicht oder irgendetwas ist da faul (Radarkontrolle oder ein Polizeiwagen vorneweg oder eine fiese Streckenführung oder Nachbars Kühe oder einfach keine Lust zum Überholen). Lässt man andere Überholen, wird sich mit Hupen bedankt. In manchen Dörfern wird so gern überholt, daß hier das Hupen schon unerwünscht ist.
Licht: Man fährt bei Dämmerung und Dunkelheit mit Licht. Zumindest als Tourist. Als Korse manchmal nicht. Um Strom zu sparen, um die Gendarmerie nicht auf sich aufmerksam zu machen oder einfach nur, weil keiner der Scheinwerfer mehr funktioniert. Aufblenden deswegen lohnt nicht.
Fahrzeuge: Korsische Fahrzeuge sind zur guten Hälfte in einem baulichen und technischen Zustand, den ein Deutscher kaum noch als funktionstüchtig bezeichen möchte. Nichts desto Trotz werden sie gern und schnell gefahren, auch wenn sie manchmal zu übersehen sind, weil z.B. das Licht nicht funktioniert. Zu hören sind sie allemal, wir haben z.B. einen uralten Fiat Panda überholen lassen, an dessen steuer an ca. 80 Jahre alte Korsin saß, deren 120 Dezibel-Zweiklanghorn mir noch heute in den Ohren dröhnt. Da vermutlich die Bremsen nicht mehr so recht griffen, warnte sie eben vor den Kurven den Gegenverkehr, daß sie um die Ecke kommt.
Temposchwellen: Innerorts werden inzwischen viele Straßen zu Tempo 30 -Strecken umgebaut. Das wird mittels asphaltierter Schwellen und einem Hinweisschild daneben erreicht. Diese Schwellen sind die Mörder jedes tiefer gelegten Autos. Wer da schon mit einem normalen Auto schneller als Schritttempo drüber fährt, haut sich die Stoßdämpfer durchs Dach.
Streckenberechnung: Die Entfernungsangaben in den Karten sind zutreffend. Der Reisedurchschnitt auf Straßen der Kategorie N und D ist jedoch entgegen allgemeiner deutscher Berechnungsweise eher bei 50 km/h Durchschnittstempo als 70 oder 100 km/h anzurechnen. So wäre man in Deutschland für 150 Kilometer knappe 1,5 Stunden unterwegs, legt diese Strecke auf Korsika jedoch in mindestens 3 Stunden zurück. Das sollte man bei seinen Ausflügen einkalkulieren.
Ortsverkehr: Außer in Ajaccio fährt man im Ort eher gemächlich, um seine Bekannten noch zu grüßen oder mal eben irgendwo schnell das Auto hinzustellen und einzukaufen. Ob Kurven, Linksabbiegerspuren oder Einfahrten, es wird überall geparkt. Steht man kreuz und quer vor der Post, wird derjenige, der ausparken will, sich schon dort melden. Und ein Schwätzchen halten. Vier Autos mit Wanrblinklicht auf der Abbiegerspur ist keineswegs ein Unfall, sondern ein Treffen alter Bekannter. Ab und an werden mal Strafzettel geschrieben und dann hat die örtliche Gendarmerie mal wieder für längere Zeit ihre Macht gezeigt. Man lässt sie einfach.
Übrigens: Begegnet Ihnen ein Autofahrer mit wild blinkenden Lichtern, dann lauert weiter vorn eine echte Gefahr. Entweder eine mobile Radarkontrolle oder ein Unfall oder eine Herde Tiere. Nehmen Sie diesen Hinweis auf die nächsten Kilometer ernst. Das kann Ihr Leben retten.
Wertsachen: Achten Sie darauf, daß Sie keine Wertsachen (Navi, Kamera, Autoradio, Rucksack etc.) sichtbar im Auto lassen. Motorradfahrer in kurzen Hosen und auf Crossmaschinen sind verdächtig, wenn sie sich in Parkbuchten und auf Parkplätzen aufhalten!
Motorradfahrer: Korsika ist ein beliebtes Ziel für Biker. Die Fahrten durch die reichhaltigen Serpentinen ist ein Genuß und eine anspruchsvolle Herausforderung für Fahrer und Material. Autofahrer sollten in absolut jeder Kurve mit quer über der Fahrbahn schwebenden Bikern rechnen. Leider schneiden diese Kraftfaherer nur zu gern die Kurven und kommen den Autos ungemütlich ins Gehege. Mir ist ob dieser maßlosen Selbstüberschätzung einiger Motorradfahrer oft genug das Herz beinahe stehen geblieben, wenn ich um eine Kurve fuhr.
Mietwagen: Schließen Sie eine Vollkaskoversicherung ab, die auch Glasschäden und Dachschäden mit abdeckt. Die Steinschlaggefahr ist auf Korsika enorm hoch und über Glasschäden reden wir erst dann weiter, wenn Sie einmal dort gefahren sind.
Ansonsten macht das Autofahren auf Korsika richtig Spaß, fordert den Fahrer total und es braucht kein bißchen Offroad, um den Nervenkitzel zu haben. Wer mit einem Wagen der höheren Klasse (z.B. Kombi, Bus, BMW, Mercedes o.ä.) dort fahren muß, wird spätestens in den Städten sein Auto verfluchen. Dann weiß man, warum auf Korsika so viele Klein- und Mittelklassewagen fahren.
Viel Spaß!
04.06.2010 | Carsten | Kommentar schreiben (0)
Der Heimweg
Mit dem Mietwagen ging es früh am Morgen um kurz nach 5.00 Uhr in Richtung Flughafen Bastia. Dem Sonnenaufgang entgegen und natürlich auch dem Trubel vor den Toren Bastias. An der letzten Tankstelle vor dem Airport Poretta wurde noch schnell der Tank randvoll gefüllt und gegen kurz vor halb sieben Uhr waren wir planmäßig am CheckIn. Man nimmt es eben nicht so genau auf Korsika.
Ein kurzes mitgebrachtes Frühstück auf den Sitzbänken der Halle und dann durch die Sicherheitskontrollen in den Wartebereich für das Boarding. In Bastia geht man auf den eigenen Beinen zum Flugzeug. Quer über das Parkfeld für die Flugzeuge, die dort auch selbständig einparken und wieder abfahren in Richtung Startbahn.
Man steigt die fahrbaren Treppen hinauf und genießt noch einmal die Aussicht auf die Berge, bevor man im Flieger Platz nimmt. Bastia hat eine kurze Start- und Landebahn, so daß auch der Abflug sehr steil ausfällt.
Doch dann nimmt mir der Ausblick aus dem Flugzeugfenster immer wieder den Atem
Wir landeten pünktlich in Köln-Bonn und wurden mit Sonnenschein begrüßt. So war der Schock nicht allzu groß.
Der Korsikablog ist noch nicht am Ende, es folgen noch Stück für Stück weitere Informationen. Man kann den RSS-Feed dieses Blogs mit seinem Surfprogramm oder Emailprogramm abonnieren. Einfach diesen Link http://www.korsikablog.de/xml-rss2.php kopieren und im entsprechenden Reader einfügen. Dann seid Ihr immer auf dem neuesten Stand der Dinge.
Ich freue mich über jeden Kommentar und begrüße gern immer wieder die "alten" und die neuen Leser/innen. Wer Fragen hat, darf gern fragen!
Ein kurzes mitgebrachtes Frühstück auf den Sitzbänken der Halle und dann durch die Sicherheitskontrollen in den Wartebereich für das Boarding. In Bastia geht man auf den eigenen Beinen zum Flugzeug. Quer über das Parkfeld für die Flugzeuge, die dort auch selbständig einparken und wieder abfahren in Richtung Startbahn.
Man steigt die fahrbaren Treppen hinauf und genießt noch einmal die Aussicht auf die Berge, bevor man im Flieger Platz nimmt. Bastia hat eine kurze Start- und Landebahn, so daß auch der Abflug sehr steil ausfällt.
Doch dann nimmt mir der Ausblick aus dem Flugzeugfenster immer wieder den Atem
Wir landeten pünktlich in Köln-Bonn und wurden mit Sonnenschein begrüßt. So war der Schock nicht allzu groß.
Der Korsikablog ist noch nicht am Ende, es folgen noch Stück für Stück weitere Informationen. Man kann den RSS-Feed dieses Blogs mit seinem Surfprogramm oder Emailprogramm abonnieren. Einfach diesen Link http://www.korsikablog.de/xml-rss2.php kopieren und im entsprechenden Reader einfügen. Dann seid Ihr immer auf dem neuesten Stand der Dinge.
Ich freue mich über jeden Kommentar und begrüße gern immer wieder die "alten" und die neuen Leser/innen. Wer Fragen hat, darf gern fragen!
02.06.2010 | Carsten | Kommentar schreiben (0)
Abenteuer Landstraße
Und damit niemand glaubt, wir erzählen nur Räubermärchen, wenn wir von den unheimlichen Begegnungen auf korsischen Landstraßen berichten, zeige ich Euch nun einige Bilder, die wir heute entlang und auf der D 151 geschossen haben.
Zunächst natürlich die traumhaften Aussichten auf Straßen, die nur zwei Autos einander vorbei kriechen lassen. Rechts der Hang, links der Abgrund, manchmal gesichert mit einem Mäuerchen.
Keine Sorge, so großzügig wie hier bleibt es nicht. Der Zaun im Vordergrund soll übrigens keineswegs die Autos stoppen, sondern die Kühe, die hier auf der Straße nach den nächsten Weidegründen suchen davon abhalten, die Abkürzung zu nehmen.
Und dann finden wir sie, die besonderen Zeugnisse verheerender Fahrfehler auf Korsika:
Diese deutlichen Warnungen sollten jedem im Gedächtnis bleiben, der auf korsischen Straßen meint, er können Autofahren. Hier ist ein weniger an Geschwindigkeit und absolute Aufmerksamkeit eine lebenswichtige Notwendigkeit. Der Fahrer wird seinen Spaß an der Reise höchstens darin haben, eine stramme Konzentrationsleistung vollbracht zu haben. Von der Landschaft sieht er wenig
Dagegen sind die vierbeinigen Überraschungen hinter den Kurven jederzeit recht vielfältig. Heute waren es Schafe:
Meine Empfehlung bei solchen Begegnungen: Sehr weit rechts ranfahren, Fenster zu halten und abwarten, bis die Tiere vorüber gezogen sind. Nicht hupen, nicht gegen die Scheiben klopfen und nichts zum Futtern heraus reichen. Der Schäfer ist ohnehin genervt von der Anwesenheit des PKW und die Tiere zerlegen mal eben schnell ein Auto mit ihren Hörnern und Klauen, indem sie dagegen boxen oder einfach drüber klettern. Bei Mietwagen erzeugt so etwas nur unnötige Diskussionen und eventuell finanzielle Nachteile.
Vor unübersichtlichen Kurven zu hupen sorgt für Deutlichkeit und ein extrem defensiver Fahrstil hilft es, das Auto auf der Straße und heil zu behalten.
Zunächst natürlich die traumhaften Aussichten auf Straßen, die nur zwei Autos einander vorbei kriechen lassen. Rechts der Hang, links der Abgrund, manchmal gesichert mit einem Mäuerchen.
Keine Sorge, so großzügig wie hier bleibt es nicht. Der Zaun im Vordergrund soll übrigens keineswegs die Autos stoppen, sondern die Kühe, die hier auf der Straße nach den nächsten Weidegründen suchen davon abhalten, die Abkürzung zu nehmen.
Und dann finden wir sie, die besonderen Zeugnisse verheerender Fahrfehler auf Korsika:
Diese deutlichen Warnungen sollten jedem im Gedächtnis bleiben, der auf korsischen Straßen meint, er können Autofahren. Hier ist ein weniger an Geschwindigkeit und absolute Aufmerksamkeit eine lebenswichtige Notwendigkeit. Der Fahrer wird seinen Spaß an der Reise höchstens darin haben, eine stramme Konzentrationsleistung vollbracht zu haben. Von der Landschaft sieht er wenig
Dagegen sind die vierbeinigen Überraschungen hinter den Kurven jederzeit recht vielfältig. Heute waren es Schafe:
Meine Empfehlung bei solchen Begegnungen: Sehr weit rechts ranfahren, Fenster zu halten und abwarten, bis die Tiere vorüber gezogen sind. Nicht hupen, nicht gegen die Scheiben klopfen und nichts zum Futtern heraus reichen. Der Schäfer ist ohnehin genervt von der Anwesenheit des PKW und die Tiere zerlegen mal eben schnell ein Auto mit ihren Hörnern und Klauen, indem sie dagegen boxen oder einfach drüber klettern. Bei Mietwagen erzeugt so etwas nur unnötige Diskussionen und eventuell finanzielle Nachteile.
Vor unübersichtlichen Kurven zu hupen sorgt für Deutlichkeit und ein extrem defensiver Fahrstil hilft es, das Auto auf der Straße und heil zu behalten.
01.06.2010 | Carsten | Kommentar schreiben (0)
Noch einmal typisch Korsika
Der letzte volle Urlaubstag auf Korsika und wir haben noch eine kleine Erlebnisrunde durch die Gegend um Ile Rousse gedreht.
Erstes Ziel war Calenzana, eines der größten Dörfer der Umgebung. Hier beginnt der legendäre GR 20, ein anspruchsvoller Wanderweg quer über die Insel. Und er beginnt wahrhaft idyllisch (wenn man etwas anderes als die gleichnamige Bar "GR 20" in Calenzana meint)
Und hier ist es wieder, das typisch korsische Leben, das wir so schätzen gelernt haben. Lässigkeit, Freundlichkeit (auch offensichtliche Touristen werden gegrüßt) und ein rasanter Fahrstil, als gäbe es kein Morgen.
Doch wenn es um das Wohnen geht, lebt jeder dicht an dicht mit seinem Nachbarn und kümmert sich dennoch um seinen eigenen Kram. Egal, wie es am Ende ausschaut. Hier einige Ansichten und Einblicke:
An allen Ecken und Enden finden sich jedoch auch die Erinnerungen an den Glauben wieder. Sei es das Kreuz an der Hausmauer neben der Gasse
oder die Figur neben dem Hauseingang und als Beschützer der Werbung für den eigenen Betrieb
Was an der Kirche im Dorfe auffällt ist die Geteiltheit von Kirchenschiffen und Turm. Es gibt zwei Kirchenschiffe nebeneinander und einen Kirchturm dazu, der sich, anders als die beiden Gotteshäuser, in sehr gutem Bauzustand befindet.
Die baulichen Schäden sind gravierend, es scheint überall Wasser durch das Dach zu dringen. Die Gemälde und der Putz sind schon nachhaltig beschädigt und es wird offenbar nur das Notwendigste getan, um die größten Risse zu schließen. Dieser Zustand ist allerdings vielen der vorgefundenen Kirchen und Kapellen gemeinsam. Es scheint andere Interessen oder Finanzierungen zu geben, als wir es aus unserem Land gewohnt sind.
Im Folgebeitrag gibt es Eindrücke über die Fahrt entlang der D 151, die niemand so schnell vergisst.
Erstes Ziel war Calenzana, eines der größten Dörfer der Umgebung. Hier beginnt der legendäre GR 20, ein anspruchsvoller Wanderweg quer über die Insel. Und er beginnt wahrhaft idyllisch (wenn man etwas anderes als die gleichnamige Bar "GR 20" in Calenzana meint)
Und hier ist es wieder, das typisch korsische Leben, das wir so schätzen gelernt haben. Lässigkeit, Freundlichkeit (auch offensichtliche Touristen werden gegrüßt) und ein rasanter Fahrstil, als gäbe es kein Morgen.
Doch wenn es um das Wohnen geht, lebt jeder dicht an dicht mit seinem Nachbarn und kümmert sich dennoch um seinen eigenen Kram. Egal, wie es am Ende ausschaut. Hier einige Ansichten und Einblicke:
An allen Ecken und Enden finden sich jedoch auch die Erinnerungen an den Glauben wieder. Sei es das Kreuz an der Hausmauer neben der Gasse
oder die Figur neben dem Hauseingang und als Beschützer der Werbung für den eigenen Betrieb
Was an der Kirche im Dorfe auffällt ist die Geteiltheit von Kirchenschiffen und Turm. Es gibt zwei Kirchenschiffe nebeneinander und einen Kirchturm dazu, der sich, anders als die beiden Gotteshäuser, in sehr gutem Bauzustand befindet.
Die baulichen Schäden sind gravierend, es scheint überall Wasser durch das Dach zu dringen. Die Gemälde und der Putz sind schon nachhaltig beschädigt und es wird offenbar nur das Notwendigste getan, um die größten Risse zu schließen. Dieser Zustand ist allerdings vielen der vorgefundenen Kirchen und Kapellen gemeinsam. Es scheint andere Interessen oder Finanzierungen zu geben, als wir es aus unserem Land gewohnt sind.
Im Folgebeitrag gibt es Eindrücke über die Fahrt entlang der D 151, die niemand so schnell vergisst.
01.06.2010 | Carsten | Kommentar schreiben (0)